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franzi

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                                  Meeresrauschen
Niemand kann seiner Bestimmung entfliehen.
Das ist ein ehernes Gesetz des Meeres.
 
Patricia Schröder
 
Verlag: Coppenrath
gebunden
Seitenanzahl: 458
Preis: 16.95
ISBN: 978-3-649-60320-7
 
 
Klappentext:
Gordy war das größte Geschenk und zugleich der schlimmste überhaupt vorstellbare Schmerz. Und plötzlich war mir klar, dass ich zuerst ihn loslassen musste.
 
Ein Menschenmädchen, das Angst vor Wasser hat, und ein Nix- unterschiedlicher könnten Elodie und Gordian nicht sein, und doch fühlen sie sich einander verbunden, als seien ihre Seelen aus demselben Stoff gewebt. Aber dann geschieht etwas Unfassbares und Elodies Hoffnungen und Träume zerplatzen. Gleichzeitig überschlagen sich die dramatischen Ereignisse auf Guernsey und Elodie ist sicher, dass allein sie und ihre Liebe zu Gordy schuld daran sind. Hals über Kopf und ohne auf ihr Herz zu hören, flieht sie von der Insel und vor sich selbst, um Guernsey - um Gordian- zu vergessen. Doch wird sie in Lage sein, ihrer Bestimmung zu entkommen?
 
Der zweite Teil der Meeressaga um das Schicksal eines Menschenmädchens und eines Nix, die nicht zusammenpassen und dennoch unwiderruflich zusammengehören.
 
Cover:
Was die Cover angeht, finde ich die Reihe wirklich fantastisch. Ich hatte schon das letzte so toll gefunden und hätte nie erwarte, dass das nächste sogar noch schöner, oder zumindest genauso schön sein könnte. Die Farben passen wirklich toll zusammen und das Buch selbst wurde in der gleichen Farbe gehalten wie der Seestern. Ich finde es toll, dass die Augenfarbe des Mädchens beibehalten und nicht an die Farben des Covers angepasst wurde. So bleibt es definitiv das gleiche Mädchen. So, jetzt hoffe ich nur, dass der nächste Band nicht rot wird.
 
Geschichte:
Elodie ist nicht mehr die selbe. Ihr Herz schlägt plötzlich in einem anderen Takt und die Liebe zu Gordi lässt sie bis in die Haarspitzen erzitternd. Sie liebt ihn und das macht ihr Angst. Gleichzeitig hat sie zum ersten mal seid dem Tod ihres Vaters wieder das Gefühl zu leben. Sie, dass Mädchen mit der panischen Angst vor Wasser, und Gordian, der Delfinnix aus dem Meer. Sie passen nicht zusammen und allein sein Kuss könnte ihr das Leben kosten, trotzdem will sie nirgendwo anders sein als in seinen Armen. Als hätte sie keine Wahl.  Als würde sie dort hingehören. Aber der Frieden trügt. Eigentlich ist nichts wirklich in Ordnung. Gordy hat das Meer verlassen und ist nun ein Plonx, ein Ausgestoßener. Die anderen Delfinnixe sind immer noch eine Gefahr für die Menschen, denn ihr Hass auf sie macht sie rasend. Langsam gerät alles außer Kontrolle. Kyan versucht krampfhaft Elliot zu rächen und die Mädchen aus Rubys Clique distanzieren sich immer mehr von den Menschen. Alles läuft auf einen Krieg zwischen Haien und Delfinen heraus, aber das müssen Elodie und Gordian verhindern. Auf einmal erkennt Elodie, dass nicht nur die Menschen auf der Insel Geheimnisse voreinander haben. Auch ihre Familie verbirgt etwas, das schwerwiegende Auswirkungen auf Elodies Schicksal haben wird. Nach einem Gespräch mit Javen Spinx wird El plötzlich klar: All das hier ist ihre Schuld und um nicht noch mehr Menschen und Nixen zu gefährden, muss sie Guernsey und Gordy endgültig vergessen.
 
Die  Autorin:
Patricia Schröder wurde 1960 geboren und lebt zur Zeit, zusammen mit ihrem Mann Tim und ihren Kindern, direkt am Meer in Nordfriesland. Ihre Inspirationen für „Meeresflüstern“, holte sie sich also direkt an der Quelle. Aus ihrer Federn stammen bereits mehrere erfolgreiche Kinder- und Jugendbücher, wie zum Beispiel: „Neumondkuss“ (erschienen im Fischer Verlag) und „Jolande. Der Sommer meines Lebens.“ ( Coppenrath Verlag)
 
 
 
 
 
Meine Meinung:
Wow. Ich muss sagen, dass mich Meeresrauschen wirklich überzeugt hat. Ich fand es wirklich viel, viel besser als den ersten Band und kann die Fortsetzung kaum erwarten. Die Autorin hat sich wirklich in sämtlichen Punkten weiter entwickelt. fiel es mir im letzten Teil doch etwas schwer die Liebesgeschichte zwischen Gordy und Elodie zu begreifen, hat sie mich nun doch endgültig überzeugt. Die beiden gehen wirklich toll miteinander um und es gibt viele, sehr romantische Stellen. Elodie hat ständig Angst davor Gordy zu verlieren und vermisst ihn schon, wenn sie ihn einmal für wenige Stunden nicht sehen kann.  Sie riskiert ohne zu zögern ihr Leben für ihn und denkt nicht einmal darüber nach. An manchen Stellen fand ich diesen Übermut zwar etwas unrealistisch, aber im Vergleich zum letzten mal konnte ich sie zumindest verstehen. In diesem Band passiert etwas, auf dass ich eigentlich schon während des ersten Bandes sehnlichst gewartet hatte. Wirklich überrascht hat es mich zwar nicht, aber gefallen hat es mir trotzdem. Gordian ist nicht mehr einfach nur ein Fremder, der plötzlich aus dem Meer torkelt und in den sich die Protagonisten aus unerklärlichen Gründen sofort unsterblich verliebt, sonder ein facettenreicher Charakter, den wir eingehend kennen lernen. Etwas an ihm hat mich jedoch etwas gestört: Er war oft sehr empfindlich und ist bei den kleinsten Vorfällen verschwunden. Manchmal hatte er zwar auch einen guten Grund eingeschnappt zu sein, trotzdem fand ich sein Verhalten oft einfach nur unnatürlich. Von Cyril bekommt man in diesem Band nicht so viel zu lesen. Man erfährt Bruchstücke über ihn  und seine Vergangenheit und er macht sich Sorgen über Elodie. Trotzdem spielt er keine so tragende Rolle wie in Meeresflüstern. Ich fand aber toll, wie gut Ruby und er eigentlich befreundet sind. Im ersten Teil ist mir das gar nicht so aufgefallen, aber wenn Ashton nicht da wäre, würden sie ein gutes Paar abgeben. Gegen Ashton hat der Gute jedoch keine Chance. Der Junge ist immer noch einer meiner Lieblingscharaktere der Reihe. Er ist frisch und witzig, weiß seine Freundin zu verteidigen und lässt sich von seiner Krankheit nicht unterkriegen. Ruby betont immer wieder, dass er nur wegen seinem Torett noch lange KEIN Kind ist, auf das man aufpassen muss und damit liegt sie verdammt richtig. Ashton ist einfach Ashton. Schlicht und einfach. Man kann ihn mit keinem anderen Buchcharakter, den ich kenne, vergleichen. (Und ich kenne nicht gerade wenige.) Ich finde solche Unikate immer toll. Von den übrigen Charakteren könnte ich das übrigens nicht behaupten.  Das meine ich jetzt aber nicht negativ. Man kann das Rad schließlich nicht immer neu erfinden. Eigentlich sind sich die Charaktere der meisten Bücher auf dem Markt immer irgendwie ähnlich. Ich wollte nur extra erwähnen, dass das bei Ashton einmal nicht der Fall ist. Der Schreibstil ist immer noch so schön und malerisch wie im ersten Band, wenn nicht sogar besser. Die Dialoge von Gordy und Elodie sind allesamt sehr realistisch und vor allem romantisch. Ich hatte bei einer ihrer Streitereien doch tatsächlich Tränen in den  Augen. Abschließend möchte ich zusammenfassen, dass Meeresrauschen eine wirklich tolle Fortsetzung ist und das jeder, der den ersten Band nicht so gut fand, es zumindest versuchen sollte.  Ich vergebe 5 von 5 Leaves :)
Quelle: http://mywrittenheartbeat.blogspot.de